Streckenreaktivierung in Rheinland-Pfalz

Aktueller Stand und Forderungen des Fahrgastverbands PRO BAHN

Streckenreaktivierung heißt: Auf Bahnstrecken ohne regulären Personenverkehr sollen wieder Züge für Fahrgäste fahren. In Rheinland-Pfalz geht es um 13 Streckenabschnitte. Hier zeigen wir, wo die Planung steht und was der Fahrgastverband PRO BAHN für jede Strecke fordert.

Warum Streckenreaktivierung wichtig ist

  • Mobilität ohne Auto

    Eine Bahn verbindet Dörfer und Kleinstädte mit Arbeit, Schule, Ärzten und Freizeit, auch für alle, die kein Auto haben oder nicht fahren können.

  • Ausweichstrecken

    Zusätzliche Strecken halten das Netz stabil, wenn eine Hauptstrecke gestört ist. Das nennt man Resilienz.

  • Klima und Straßen

    Jeder Fahrgast auf der Schiene spart Emissionen und entlastet die Straßen.

Das fordert der Fahrgastverband PRO BAHN

Alle untersuchten Strecken zügig planen und reaktivieren, auch die Strecken, für die noch kein Ergebnis vorliegt. Zu jeder Strecke zeigt die Karte, was wir konkret fordern und was sie bringt.

Alle Ziele des Fahrgastverbands PRO BAHN

Aktueller Stand

Zuletzt überarbeitet: 24. Oktober 2026

Das Land will alle Strecken mit positivem Ergebnis (NKI über 1) in die nächsten Planungsphasen geben, die Leistungsphasen 1 und 2. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet. Beim ZÖPNV Süd hat die Vorbereitung für die Planung der Strecke Landau – Germersheim begonnen (Stand März 2026), und die Kosten der Leistungsphasen 1 und 2 sind beschlossen. Ein Ranking der Strecken hat das Land bisher nicht vorgelegt.

Bei der Aartalbahn wird die Untersuchung aktualisiert. Die Hunsrückquerbahn bekommt eine neue Untersuchung: Die Strecke wurde de facto generalsaniert, der gesamte Oberbau ist erneuert. Darauf aufbauend wird eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung erstellt.

Für Glantalbahn Süd, Landau – Herxheim und Eistalbahn sieht das Land eine Trassensicherung vor.

Zur Bewertung der Strecken

Was bedeuten NKU und NKI?

Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) fragt, ob eine Strecke der Allgemeinheit mehr bringt, als sie kostet. Ihr Ergebnis ist der Nutzen-Kosten-Indikator (NKI). Liegt er über 1, ist der Nutzen größer als die Kosten.

Ein NKI über 1 ist die Voraussetzung dafür, dass der Bund eine Reaktivierung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) mit bis zu 90 Prozent der Infrastrukturkosten fördert. Quelle: Land Rheinland-Pfalz, 07.07.2025

Genauer: So wird gerechnet

  • Grundlage: Die Untersuchungen folgen der „Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im öffentlichen Personennahverkehr“, Version 2016+ (Verfahrensanleitung im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums, Stand 21.03.2023). Sie soll Vorhaben in ganz Deutschland nach gleichen Maßstäben beurteilen und gilt als Nachweis der Förderwürdigkeit nach dem GVFG. Quelle: Standardisierte Bewertung, Verfahrensanleitung, 21.03.2023
  • Mit und ohne Strecke: Verglichen wird, wie der Verkehr mit der Strecke (Mitfall) und ohne sie (Ohnefall) aussähe. Nur die Unterschiede zählen.
  • Fahrgastnutzen: Kürzere Reisezeiten, bessere Erschließung, weniger Umsteigen, mehr Komfort und mehr Pünktlichkeit. Wer vom Auto auf die Bahn umsteigt, spart außerdem Autokosten.
  • Unfälle: Gerechnet wird ein Saldo. Weniger Autokilometer vermeiden Unfälle auf der Straße, zusätzliche Bahn- und Buskilometer erzeugen selbst welche. Der Unterschied geht mit festen Kostensätzen je Verkehrsmittel in die Rechnung ein.
  • Klimaschutz und Luft: Auch hier zählt der Saldo der Treibhausgase und Luftschadstoffe von Auto, Bus und Bahn. Im Regelverfahren kommen seit Version 2016+ die Emissionen aus dem Bau von Infrastruktur und Fahrzeugen hinzu; im vereinfachten Verfahren für Reaktivierungen werden sie in der Regel nicht angesetzt.
  • Kosten: Gegengerechnet werden der jährliche Kapitaldienst der Infrastruktur (Abschreibung und Verzinsung der Investition), die Unterhaltung der Strecke und die zusätzlichen Betriebskosten des Zugangebots.
  • Neu seit Version 2016+: Zusätzlich können Punktwerte einfließen, unter anderem für die Resilienz von Schienennetzen (Nutzen von Ausweichmöglichkeiten bei Streckensperrungen ab 30 Minuten), für Daseinsvorsorge und raumordnerische Aspekte (Erreichbarkeit zentraler Orte), für die Funktionsfähigkeit der Verkehrssysteme und den Flächenverbrauch sowie für den Primärenergieverbrauch.
  • Vereinfachtes Verfahren: Für Vorhaben bis zu einer zuwendungsfähigen Investition von 30 Millionen Euro gibt es ein vereinfachtes Verfahren für Reaktivierungen, ohne Verkehrsmodell und ohne Prognose: Der geplante Zustand wird mit dem heutigen verglichen. Die Punktwerte für Resilienz oder Daseinsvorsorge kommen dort nicht zur Anwendung.

Aus Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN heißt das: Der NKI bildet nicht alles ab, was eine Reaktivierung bringt. Eine Ausweichstrecke bei Störungen auf der Hauptstrecke, die Anbindung des ländlichen Raums an zentrale Orte und Mobilität für Jugendliche und Ältere ohne Auto fließen in der vereinfachten Rechnung nicht oder nur am Rande ein. Das Land sagt selbst, dass der NKI allein nicht ausreicht, und bewertet deshalb ergänzend eigene Kriterien, darunter die Bedeutung für die Resilienz und die Daseinsvorsorge. Quelle: Land Rheinland-Pfalz, 07.07.2025

Warum die NKI-Werte nicht direkt vergleichbar sind

Die NKI-Werte stammen von verschiedenen Planungsbüros und beruhen auf unterschiedlichen Annahmen. Das Land räumt selbst ein, dass die Ansätze trotz standardisierter Vorgaben teilweise sehr unterschiedlich waren, und hat die Ergebnisse deshalb angeglichen („synchronisiert“). Quelle: Land Rheinland-Pfalz, 07.07.2025

Aus Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN hängt der Wert stark davon ab, was eingerechnet wird. Wer nur das Nötigste plant, etwa teilweise neuen Schotter und die vorhandene Leit- und Sicherungstechnik, erhält einen hohen NKI, muss aber langfristig mit höheren Kosten rechnen. Wer die Strecke vollständig erneuert, erhält einen geringeren NKI, dafür aber dauerhaft mehr Ruhe im Betrieb, geringere Folgekosten und einen höheren gesamtgesellschaftlichen Nutzen.

Hinzu kommen unterschiedliche Grundlagen, zum Beispiel Bauwerksprüfung, Modernisierung des Oberbaus, Leit- und Sicherungstechnik oder Gleisverschwenkungen für höhere Geschwindigkeiten.

Beispiele aus den Untersuchungen:

  • Glantalbahn Nord: 1,0 im Gutachten von 2023, 1,44 in der Landesvorlage nach Überarbeitung und Synchronisierung. Quelle: Land Rheinland-Pfalz, 07.07.2025
  • Eifelquerbahn: 1,28 in der Machbarkeitsstudie von 2023, 1,17 bei SPNV-Nord im April 2025, 1,12 in der Landesvorlage. Quelle: SPNV-Nord, 11.04.2025
  • Wieslauterbahn: 1,3, aber nur unter Einbeziehung des touristischen Verkehrs. Ohne ihn wäre das Ergebnis laut Gutachten nicht förderfähig. Quelle: Gutachten Wieslauterbahn, 07.04.2025
  • Zellertalbahn: 1,5 in der Landesvorlage, 2,03 im Gutachten mit Akkuzug und künftigem Güterverkehr. Quelle: Gutachten Zellertalbahn, 03.12.2024

Ein Wert knapp über oder unter 1 ist deshalb eine Momentaufnahme.

Karte der Strecken

Wähle eine Strecke auf der Karte, im Feld „Strecke wählen“ oder in der Liste. Farbe und Zeichen zeigen den Stand des Landes.

Auf der Karte hervorheben (Mehrfachauswahl):

Mit der Tabulatortaste springst du von Strecke zu Strecke, mit Enter oder der Leertaste wählst du eine aus, mit Escape hebst du die Auswahl auf. Pfeiltasten verschieben die Karte, Plus und Minus zoomen. Dieselben Angaben stehen unter der Karte bei den einzelnen Strecken und in der Tabelle.

  • Weiter in der Planung
  • Untersuchung wird neu erstellt
  • Trassensicherung
  • Bestehende Strecke: Hier fahren heute Züge.
  • Durchbindung: Eifelquerbahn bis Koblenz (unsere Forderung).
  • Verlauf der Strecken nach OpenStreetMap, nicht amtlich: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Grenzen: © EuroGeographics (Eurostat/GISCO). Die Karte kommt ohne Kartendienste Dritter aus.

Ausgewählte Strecke

Was bringen Reaktivierungen im ländlichen Raum?

  • Mehr Fahrgäste als erwartet: Nach Reaktivierungen liegen die Fahrgastzahlen fast immer deutlich über den Prognosen. Mehr erfahren (öffnet in neuem Tab)
  • Erfahrung im Land: In Rheinland-Pfalz wurden in den vergangenen Jahrzehnten über 120 Kilometer stillgelegter Bahnstrecken reaktiviert und in den Rheinland-Pfalz-Takt eingebunden.
  • Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse: Reaktivierte Bahnstrecken sind wertvolle Daseinsvorsorge. Sie erschließen die Region und sorgen für gleichwertige Lebensverhältnisse. Außerdem steigern sie die Attraktivität einer Region und sparen CO2 ein.
  • Ausweichstrecken: Reaktivierte Strecken stärken die Resilienz des Netzes. Fällt eine Hauptstrecke wegen einer Störung oder Baustelle aus, können Züge umgeleitet werden, und die Fahrgäste kommen trotzdem ans Ziel.
  • Güter auf die Schiene: Güterverkehr auf der Schiene spart CO2 und im Vergleich zum Lkw auch Personal. Er stärkt Industrie und Gewerbe im ländlichen Raum, die einen Gleisanschluss nutzen können. Ein Beispiel ist die Zellertalbahn: Für sie ist Güterverkehr vorgesehen, und ein Zementwerk in Göllheim plant einen Gleisanschluss, mit dem große Mengen von der Straße auf die Schiene wechseln könnten. Mehr erfahren (öffnet in neuem Tab)
  • Ausflüge und Tourismus: Reaktivierte Strecken steigern die Attraktivität der Region, bringen mehr Tourismus und kurbeln damit die Wirtschaft an.

Wie es weitergeht

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat die lange Debatte um ein Landesranking kritisiert. Mehr erfahren

Das Land hat inzwischen entschieden, alle Strecken mit positivem Ergebnis in die Planungsphasen zu geben. Diese Entscheidung begrüßen wir. Sie hätte aber schon viel früher fallen können: Untersuchungen lagen längst vor, und man hätte vermutlich mehrere Jahre sparen können. Dazu hätte das Land allerdings früher einräumen müssen, dass sich das Ranking verschiebt.

Die Leistungsphasen 1 und 2 (Grundlagenermittlung und Vorplanung) liefern belastbare Zahlen zu Kosten und Machbarkeit. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet. Für die Aartalbahn und die Hunsrückquerbahn entstehen neue Untersuchungen, und für die Strecken mit Trassensicherung bleibt die Trasse frei.

Für uns heißt das: Jetzt kommt es auf eine zügige Planung an, dazu auf eine sichere Finanzierung. Die Leistungsphasen ersetzen keine Entscheidung. Wenn sie abgeschlossen sind, muss wieder entschieden werden, wie es weitergeht. Dafür wollen wir eine langfristige Reaktivierungsstrategie mit gesicherter Finanzierung.

Partnervereine

Vor Ort setzen sich Vereine und Initiativen für die Strecken ein. Mit ihnen arbeiten wir zusammen.

  • Logo Eifelquerbahn e. V.

    Eifelquerbahn e. V.Setzt sich ein für: Eifelquerbahn

  • Logo Bahninitiative Koblenz–Bassenheim (BIKO)

    Bahninitiative Koblenz–Bassenheim (BIKO)Setzt sich ein für: Koblenz-Lützel – Bassenheim

  • Logo Brexbachtalbahn e. V. („Die Brex“)

    Brexbachtalbahn e. V. („Die Brex“)Setzt sich ein für: Brexbachtalbahn

  • Logo PRO Hunsrück Querbahn

    PRO Hunsrück QuerbahnSetzt sich ein für: Hunsrückquerbahn

  • Logo Förderverein Eistalbahn e. V.

    Förderverein Eistalbahn e. V.Setzt sich ein für: Eistalbahn

  • Logo Verkehrswende Vulkaneifel

    Verkehrswende Vulkaneifel

  • Logo BUND Rheinland-Pfalz

    BUND Rheinland-Pfalz

  • Logo VCD Rheinland-Pfalz

    VCD Rheinland-Pfalz

  • Logo ÖPNV-Verein Rheinhessen

    ÖPNV-Verein Rheinhessen

Alle Strecken im Überblick

Dieselben Angaben als Tabelle. Mit den Spaltenköpfen sortierst du sie neu.

Alle 13 Abschnitte von 12 Strecken im Überblick. Sortiert nach dem Stand des Landes, innerhalb davon alphabetisch.
Mehr Informationen
BrexbachtalbahnEngers – SiershahnWeiter in der Planung3,89mit Güterverkehr 5,60
EifelquerbahnKaisersesch – GerolsteinWeiter in der Planung1,12
Glantalbahn NordStaudernheim – Lauterecken-GrumbachWeiter in der Planung1,44
KasbachtalbahnLinz – KalenbornWeiter in der Planung1,12
Koblenz-Lützel – BassenheimWeiter in der Planung2,63
Landau – GermersheimWeiter in der Planung1,86
WieslauterbahnHinterweidenthal Ost – Bundenthal-RumbachWeiter in der Planung1,3
ZellertalbahnLangmeil – MonsheimWeiter in der Planung1,5mit Güterverkehr 2,03
AartalbahnDiez – WiesbadenUntersuchung wird aktualisiertnoch kein Wert
HunsrückquerbahnLangenlonsheim – Simmern (– Morbach)Untersuchung wird neu erstelltnoch kein Wert
EistalbahnEnkenbach – Ramsen EiswoogTrassensicherungunter 1
Glantalbahn SüdLauterecken-Grumbach – AltenglanTrassensicherungunter 1
Landau – HerxheimTrassensicherungunter 1

Alle Strecken als Text lesen (ohne Karte)

Zu jeder Strecke: was wir fordern, was sie bringt und wo die Planung steht. Die Glantalbahn ist in zwei Abschnitte geteilt (Nord und Süd); deshalb sind es 13 Abschnitte von 12 Strecken.

Weiter in der Planung 8

Weiter in der Planung

Brexbachtalbahn

Engers – Siershahn

Die Strecke führt von Engers bei Neuwied durch das Brexbachtal über Bendorf, Grenzau und Ransbach-Baumbach nach Siershahn im Westerwald (rund 21,6 km). Seit 2004 stillgelegt; der Abschnitt Grenzau–Siershahn ist seit 2021 wieder betriebsfähig (Vereinsbetrieb), zwischen Sayn und Grenzau ruht die Strecke.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Brexbachtalbahn als Verbindung der Rheinstrecken mit der Schnellfahrstrecke bei Montabaur: Sie erschließt den Westerwald und ist eine Ausweichstrecke bei Störungen.

Vorteile
  • Erschließt den Westerwald für Pendler und Ausflügler
  • Ausweichstrecke bei Störungen auf den Rheinstrecken (Resilienz)
  • Verbindet beide Rheinstrecken mit der Schnellfahrstrecke bei Montabaur
  • Durchbindung nach Montabaur laut SPNV-Nord möglich, Stundentakt mit Akkuzügen
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 3,89 · mit Güterverkehr 5,60

Vor Ort aktiv: Brexbachtalbahn e. V. („Die Brex“)

Mehr Informationen

Brexbachtalbahn auf der Karte zeigen

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Eifelquerbahn

Kaisersesch – Gerolstein

Die Eifelquerbahn zweigt in Andernach von der Linken Rheinstrecke ab und führt über Mayen, Kaisersesch, Ulmen und Daun nach Gerolstein (rund 94 km). Bis Kaisersesch fährt die Regionalbahn RB 38 stündlich; der Abschnitt Kaisersesch–Gerolstein (51,5 km) ist seit 2013 gesperrt und seit Februar 2021 stillgelegt.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Eifelquerbahn mit Durchbindung bis Koblenz: eine Querverbindung Gerolstein–Koblenz, die Mittelzentren anbindet und bei Sperrungen als Ausweichstrecke dient.

Wir fordern die Durchbindung bis Koblenz. Heute endet die Regionalbahn in Kaisersesch. Mit der Reaktivierung bis Gerolstein könnte sie bis Koblenz durchgebunden werden. Auf der Karte ist die bestehende Strecke Koblenz – Kaisersesch grau eingezeichnet, die ganze Linie bis Koblenz farbig hinterlegt.

Vorteile
  • Querverbindung Gerolstein–Koblenz über Daun, Ulmen und Mayen
  • Bindet die Mittelzentren Mayen, Daun und Gerolstein an
  • Ausweichstrecke bei Sperrungen (Resilienz)
  • Anschluss in Gerolstein Richtung Köln und Trier, Stundentakt im Konzept
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 1,12 Früher 1,28, laut Land später auf 1,12 angepasst.

Vor Ort aktiv: Eifelquerbahn e. V., Verkehrswende Vulkaneifel

Mehr Informationen

Eifelquerbahn auf der Karte zeigen

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Glantalbahn Nord

Staudernheim – Lauterecken-Grumbach

Der Nordabschnitt der Glantalbahn führt von Staudernheim an der Nahetalbahn über Meisenheim nach Lauterecken-Grumbach (rund 22 km). Der Abschnitt ist seit 1996 stillgelegt; seit dem Jahr 2000 fahren Draisinen auf der Trasse.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Glantalbahn von Staudernheim bis Lauterecken-Grumbach mit Durchbindung nach Kaiserslautern, damit das Glantal mit sechs neuen Haltepunkten wieder ans Netz kommt.

Vorteile
  • Sechs neue Haltepunkte im Glantal vorgesehen
  • Durchbindung nach Kaiserslautern (RB 66) mit Akkuzügen untersucht
  • Gutachten 2023: rund 900 zusätzliche Fahrgäste je Werktag
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 1,44 Früher 1,0, laut Land später auf 1,44 angepasst.

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Kasbachtalbahn

Linz – Kalenborn

Die Kasbachtalbahn führt von Linz am Rhein durch das steile Kasbachtal nach Kalenborn (rund 9 km) und ist der Rest der früheren Strecke Linz–Flammersfeld. Heute fahren dort von März bis Dezember Ausflugszüge mit rund 45.000 Fahrgästen; einen regulären Personenverkehr gibt es nicht.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Kasbachtalbahn zwischen Linz und Kalenborn für den Regelverkehr im Stundentakt, damit das Kasbachtal Anschluss an die Rechte Rheinstrecke bekommt.

Vorteile
  • Anschluss an die Rechte Rheinstrecke in Linz, Stundentakt im Konzept
  • Der Ausflugsbetrieb zeigt Nachfrage: rund 45.000 Fahrgäste
  • Regelverkehr statt reinem Ausflugsverkehr: Alltagsfahrten möglich
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 1,12

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Koblenz-Lützel – Bassenheim

Die frühere Nebenbahn zweigte in Koblenz-Lützel von der Linken Rheinstrecke ab und führte über Metternich und Rübenach nach Bassenheim (weiter bis Mayen Ost); sie ist seit 2003 stillgelegt. Untersucht wurde ein Akkuzug-Betrieb Koblenz–Rübenach (–Bassenheim); der Abschnitt Koblenz-Lützel–Bassenheim ist rund 12 km lang.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Strecke Koblenz–Rübenach–Bassenheim mit einem getakteten Ringverkehr um Koblenz, damit Metternich, Rübenach und Bassenheim schnell und ohne Auto nach Koblenz kommen.

Vorteile
  • Akkuzüge Koblenz–Rübenach, in der Hauptverkehrszeit alle 30 Minuten
  • Bindet die Koblenzer Stadtteile Metternich und Rübenach an die Bahn an
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 2,63

Vor Ort aktiv: Bahninitiative Koblenz–Bassenheim (BIKO)

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Landau – Germersheim

Die „Untere Queichtalbahn“ verband Landau über Westheim, Lustadt und Zeiskam mit Germersheim; Personenverkehr 1984, Güterverkehr 1991 eingestellt, 1998 stillgelegt. Auf einem mittleren Abschnitt fahren heute Fahrrad-Draisinen; Anfang 2026 wurde die Trasse an den übrigen Abschnitten freigeschnitten.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Strecke Landau–Germersheim mit durchgehenden Zügen von Pirmasens bis Germersheim, damit die Südpfalz ohne Umsteigen bis an den Rhein fahren kann.

Vorteile
  • Durchgehende Züge Pirmasens–Landau–Germersheim
  • Das Land hat der Planung grünes Licht gegeben (Stand August 2025)
  • Weiterführung bis Bruchsal ebenfalls untersucht
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 1,86

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Landau – Germersheim auf der Karte zeigen

Weiter in der Planung

Wieslauterbahn

Hinterweidenthal Ost – Bundenthal-Rumbach

Die Wieslauterbahn zweigt in Hinterweidenthal Ost von der Queichtalbahn ab und führt über Dahn nach Bundenthal-Rumbach (rund 15 km). Der Alltagsverkehr endete 1966; seit 1997 fahren Ausflugszüge, und die Strecke wird saniert.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Wieslauterbahn bis Bundenthal im Stundentakt an allen Wochentagen, damit das Dahner Felsenland nicht nur Ausflüglern, sondern auch im Alltag offensteht.

Vorteile
  • Stundentakt an allen Wochentagen als Vorzugsvariante im Gutachten
  • Nutzen entsteht vor allem durch Ausflugs- und Tourismusverkehr
  • Sanierung läuft bereits, Saison 2026 gestartet
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 1,3

Vor Ort aktiv: Eisenbahnfreunde Dahn (Wieslauterbahn)

Mehr Informationen

Wieslauterbahn auf der Karte zeigen

Weiter in der Planung

Zellertalbahn

Langmeil – Monsheim

Die Zellertalbahn führt von Langmeil im Donnersbergkreis durch das Zellertal nach Monsheim (rund 22 km) und ist Teil der alten Verbindung Kaiserslautern–Worms. Seit 2001 fuhren Ausflugszüge, 2017 wurde sie wegen Oberbaumängeln gesperrt.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Zellertalbahn als umsteigefreie Stundentakt-Verbindung Kaiserslautern–Worms, damit Pendler und Güter eine Alternative zur Straße bekommen.

Vorteile
  • Umsteigefreier Stundentakt Kaiserslautern–Worms in rund einer Stunde
  • Zementwerk Göllheim plant Gleisanschluss: Güter von der Straße auf die Schiene
  • Land bewilligte 2020 rund 6,7 Mio. € für die Sanierung
Stand des Landes

Weiter in der Planung. Das Land will die Strecke in die nächsten Planungsphasen (Leistungsphasen 1 und 2) geben. Die Ausschreibungen dafür werden vorbereitet.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): 1,5 · mit Güterverkehr 2,03

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Zellertalbahn auf der Karte zeigen

Untersuchung wird neu erstellt 2

Untersuchung wird aktualisiert

Aartalbahn

Diez – Wiesbaden

Die Aartalbahn führt von Diez an der Lahn durch das Aartal über Bad Schwalbach und Taunusstein nach Wiesbaden (rund 54 km, teils in Rheinland-Pfalz, teils in Hessen). Sie ist stillgelegt, aber nicht abgebaut; in Hessen hat das Land im März 2026 die Reaktivierung Wiesbaden-Ost–Bad Schwalbach beschlossen.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Aartalbahn von Diez bis Wiesbaden und Mainz, damit der Verkehr zwischen Lahn, Taunus und Rhein-Main entlastet wird.

Vorteile
  • Entlastung des Verkehrs zwischen Lahn, Taunus und Rhein-Main
  • Hessen hat die Reaktivierung Wiesbaden-Ost–Bad Schwalbach beschlossen (03/2026)
  • In Wiesbaden-Ost Anschluss an S-Bahn-Linien Richtung Mainz und Frankfurt
Stand des Landes

Untersuchung wird aktualisiert. Die Untersuchung wird aktualisiert.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): noch kein Wert

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Aartalbahn auf der Karte zeigen

Untersuchung wird neu erstellt

Hunsrückquerbahn

Langenlonsheim – Simmern (– Morbach)

Die Hunsrückquerbahn zweigt in Langenlonsheim von der Nahetalbahn ab und führt über Stromberg und Simmern bis Büchenbeuren und Morbach; der Personenverkehr endete zwischen 1976 und 1984. Die nicht stillgelegte Strecke wurde von der DB InfraGO grundlegend instandgesetzt, der gesamte Oberbau ist erneuert.

Unsere Forderung

Wir fordern die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn und eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung auf Grundlage der erneuerten Strecke, damit der Hunsrück eine faire Chance auf Bahnanbindung erhält.

Vorteile
  • Die Strecke ist nach der Erneuerung des gesamten Oberbaus neu zu bewerten.
  • Bindet Simmern, ein Mittelzentrum im Hunsrück, wieder an die Nahetalbahn an.
Stand des Landes

Untersuchung wird neu erstellt. Die Strecke wurde de facto generalsaniert: Der gesamte Oberbau ist erneuert. Darauf aufbauend wird eine neue Nutzen-Kosten-Untersuchung erstellt.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): noch kein Wert

Vor Ort aktiv: PRO Hunsrück Querbahn

Mehr Informationen

Hunsrückquerbahn auf der Karte zeigen

Trassensicherung 3

Trassensicherung

Eistalbahn

Enkenbach – Ramsen Eiswoog

Die Eistalbahn führt von Grünstadt durch das Eistal in Richtung Enkenbach; heute fährt die RB 46 bis Ramsen. Zwischen Ramsen (Eiswoog) und Enkenbach fehlt auf rund 9 Kilometern die Verbindung nach Kaiserslautern; das Land will die Trasse sichern.

Unsere Forderung

Wir fordern, die Trasse der Eistalbahn zwischen Ramsen und Enkenbach zu sichern und erneut zu prüfen, damit das Eistal eines Tages wieder durchgehend an Kaiserslautern angebunden werden kann.

Vorteile
  • Trassensicherung hält die Lücke Ramsen–Enkenbach als Option offen
  • Verlängerung der RB 46 bis Kaiserslautern im Stundentakt untersucht
Stand des Landes

Trassensicherung. Das Land sieht eine Trassensicherung vor: Die Trasse bleibt frei, damit eine Reaktivierung später möglich bleibt.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): unter 1

Vor Ort aktiv: Förderverein Eistalbahn e. V.

Mehr Informationen

Eistalbahn auf der Karte zeigen

Trassensicherung

Glantalbahn Süd

Lauterecken-Grumbach – Altenglan

Der Südabschnitt der Glantalbahn führt von Lauterecken-Grumbach nach Altenglan (rund 19 bis 20 km). Er ist stillgelegt, auf der Trasse fahren Draisinen; das Land will die Trasse sichern.

Unsere Forderung

Wir fordern, die Trasse Lauterecken-Grumbach–Altenglan dauerhaft zu sichern und nach den neuen Bewertungsregeln erneut zu prüfen, damit die Glantalbahn als Ganzes eine Zukunft behält.

Vorteile
  • Trassensicherung hält eine Reaktivierung bei geänderten Kriterien offen
  • Neue Bewertungsregeln gewichten Klima und Daseinsvorsorge stärker
Stand des Landes

Trassensicherung. Das Land sieht eine Trassensicherung vor: Die Trasse bleibt frei, damit eine Reaktivierung später möglich bleibt.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): unter 1

Mehr Informationen

Glantalbahn Süd auf der Karte zeigen

Trassensicherung

Landau – Herxheim

Die knapp elf Kilometer lange Nebenbahn führte von Landau nach Herxheim (weiter Richtung Rülzheim), vor allem für Güter; sie ist stillgelegt. Das Gutachten rechnete keinen Wert, weil die Fahrwegkosten für eine Förderung zu hoch wären; das Land will die Trasse sichern.

Unsere Forderung

Wir fordern, die Trasse Landau–Herxheim zu sichern und eine Reaktivierung nach den neuen Bewertungsregeln erneut zu prüfen, damit der Südpfalz diese Option nicht verloren geht.

Vorteile
  • Trassensicherung hält eine spätere Reaktivierung offen
  • Neue Bewertungsregeln gewichten Klima und Daseinsvorsorge stärker
Stand des Landes

Trassensicherung. Das Land sieht eine Trassensicherung vor: Die Trasse bleibt frei, damit eine Reaktivierung später möglich bleibt.

Nutzen-Kosten-Indikator (NKI): unter 1

Mehr Informationen

Landau – Herxheim auf der Karte zeigen

Quellen und Unterlagen

Land Rheinland-Pfalz

Stand der Planung und Ausschreibungen

Zweckverbände SPNV-Nord und ZÖPNV Süd

Gutachten und Studien

NKI-Werte
Land Rheinland-Pfalz, Vorlage 18/7719 vom 07.07.2025 für den Ausschuss für Klima, Energie und Mobilität des Landtags.
Karte
Verlauf der Strecken nach OpenStreetMap, nicht amtlich: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Grenzen: © EuroGeographics für die Verwaltungsgrenzen (Eurostat/GISCO).
Daten zum Herunterladen
Stand der Planung und NKI aller Strecken. Die CSV-Datei öffnet sich in Excel (Semikolon, Dezimalkomma, UTF-8).

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