Landesnahverkehrsplan
Thema
Mit dem neuen Landesnahverkehrsplan plant das Land den Nahverkehr in Rheinland-Pfalz neu. Aus Sicht des Fahrgastverbands PRO BAHN wäre er die Gelegenheit, an den Erfolg des Rheinland-Pfalz-Taktes anzuknüpfen, und er sollte die Menschen beteiligen, die täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind. Hier steht, was wir dafür fordern.
Das fordern wir
- Wir fordern verlässlich verknüpfte Verkehre mit gesicherten Anschlüssen und streben eine gesetzlich verankerte Mobilitätsgarantie bei Ausfall oder Verspätung an.
- Wir fordern einen regelmäßig tagenden Landesfahrgastbeirat mit Jugend-, Senioren-, Behinderten- und Umweltverbänden und ein landesweites Dialogforum mit Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern.
- Wir fordern ein landesweites Beschwerdemanagement mit einem Kundendienst, der Anliegen direkt lösen kann.
- Wir fordern eine landesweite Mobilitätszentrale als zentrale Anlaufstelle für Fahrgäste.
- Wir fordern eine landesweite Informations- und Serviceplattform für alle Verkehrsunternehmen mit Echtzeitinformationen, Störungsmeldungen, Angaben zur Barrierefreiheit und einer 24-Stunden-Hotline.
- Wir fordern, die Verkehrsverbünde in Rheinland-Pfalz zusammenzuführen und ein landesweit einfaches Tarifsystem einzuführen.
- Wir fordern eine Planung nach dem Grundsatz „eine Strecke, eine Linie“, die über Zuständigkeitsgrenzen hinweg an den Fahrgästen ausgerichtet ist.
- Wir fordern, dass jede Ortschaft in mindestens zwei Richtungen angebunden ist und die Linien werktags mindestens stündlich fahren, auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten.
- Wir fordern für Rufbusse eine einheitliche Buchung über eine zentrale Plattform mit 24-Stunden-Hotline.
- Wir fordern einen landesweiten Pool an Ersatzfahrzeugen mit vertraglich gebundenen Anbietern für Ersatzverkehre.
- Wir fordern eine langfristig gesicherte Finanzierung auch für Busverkehre und eine Sonderförderung für strukturschwache Räume.
- Wir fordern ein jährliches Qualitätsranking der Bus- und Bahnunternehmen und veröffentlichte Fahrgastumfragen zur Qualität der Linien.
Positionen des Bundesverbands
Fahrgäste wollen mehr Mut bei Nahverkehrsplänen
Der Bundesverband fordert mutigere und verbindlichere Nahverkehrspläne und eine gesetzliche Pflicht, sie regelmäßig zu erstellen. Die Länder sollen ambitionierte Mindeststandards für Netzabdeckung, Angebotsdichte und Bedienzeiten festlegen.
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