Generalsanierung und Baustellen
Thema
Generalsanierungen sind nötig, und wir stehen nach wie vor zu ihnen. Die Linie der Bundesverbandspapiere „Pünktlich durch Baustellen“ und „Baustellen & Fahrgäste“ tragen wir weiter mit; beide stehen unten bei den Positionen des Bundesverbands. Entscheidend ist, dass Baustellen früh angekündigt und zwischen den Beteiligten abgestimmt werden und dass der Ersatzverkehr verlässlich trägt.
Generalsanierungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland
Stand: 24. Oktober 2026, Quellen verlinkt.
| Strecke | Stand | Quelle |
|---|---|---|
| Rechte Rheinstrecke: Troisdorf – Wiesbaden | Läuft: voll gesperrt seit dem 10. Juli 2026, geplantes Ende am 12. Dezember 2026. Im Nahverkehr fahren Ersatzbusse. | DB InfraGO: Startschuss am Rechten Rhein (Pressemitteilung) (6. Juli 2026) |
| Linke Rheinstrecke: Köln – Koblenz | Für 2028 vorgesehen, mit Vollsperrung; am 9. Oktober 2026 von Bund und Bahn bestätigt. Genaue Sperrzeiten sind noch nicht genannt. | BMV und DB InfraGO entwickeln Strategie der Korridorsanierungen umfassend weiter (Pressemitteilung) (9. Oktober 2026) |
| Linke Rheinstrecke: Koblenz – Mainz | Am 9. Oktober 2026 verschoben: Die Generalsanierung soll erst nach 2031 beginnen (bisher 2028). Ein genauer Termin ist nicht genannt. | Bahn-Baustellen links vom Rhein: Sanierung kommt später als geplant (dpa, Wochenblatt Reporter) (9. Oktober 2026) |
| Saarbrücken – Kaiserslautern – Ludwigshafen (Korridor Forbach – Ludwigshafen) | Am 9. Oktober 2026 verschoben: bisher für 2029 geplant, jetzt nach 2031. Einen neuen Termin gibt es nicht. | DB: Bahn verschiebt Generalsanierungen auf wichtigen Strecken (dpa, ZDFheute) (9. Oktober 2026) |
| Pfalz: Sperrungen 2028 vor der Generalsanierung (Saarbrücken – Ludwigshafen, Neustadt – Winden) | Stand 19.08.2026: Für 2028 sind Totalsperrungen geplant, darunter Saarbrücken – Ludwigshafen vom 15. September bis Mitte November. Nach der Verschiebung ungeklärt. | Landtag Rheinland-Pfalz, Drucksache 19/550: Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 19/409 (19. August 2026) |
| Weitere Strecken: Mainz – Mannheim, Nahestrecke, Moselstrecke, Köln – Trier, Saarbrücken – Trier | Keine Generalsanierung vorgesehen: Diese Strecken stehen in keiner Liste der Bahn (Zeitplan vom September 2025, Mitteilung vom 9. Oktober 2026). | Generalsanierung: Bund bestätigt mit der Branche abgestimmten neuen Zeitplan der DB InfraGO AG (Pressemitteilung) (9. September 2025) |
Das fordern wir
- Für die Bauzeit der Generalsanierung der linken Rheinstrecke soll ein belastbares Ersatzverkehrskonzept vorbereitet werden, in das die Erfahrungen von der rechten Rheinseite einfließen.Mehr erfahren zur Mitteilung „Ein Auslassen der Generalsanierung der linken Rheinstrecke ist indiskutabel“
- Nach der Sanierung soll die linke Rheinstrecke deutlich seltener durch weitere Bauarbeiten eingeschränkt werden.Mehr erfahren zur Mitteilung „Ein Auslassen der Generalsanierung der linken Rheinstrecke ist indiskutabel“
- Während einer Generalsanierung sollen die Belastungen für Fahrgäste so gering wie möglich bleiben, etwa indem Nahverkehrskundschaft freie Plätze im Fernverkehr nutzen kann.Mehr erfahren zur Mitteilung „Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt neues DB-Angebot zur Generalsanierung und fordert dauerhafte Nahverkehrsöffnung im Fernverkehr zwischen Koblenz und Mainz“
- Bauarbeiten im südwestdeutschen Schienennahverkehr sollen grundlegend neu koordiniert werden: Parallele Baustellen müssen besser aufeinander abgestimmt, Kommunen, Verkehrsunternehmen und Verbände eingebunden werden.Mehr erfahren zur Mitteilung „DB hängt Mainz ab – ohne Vorwarnung und ohne Rücksicht“
Unsere Beiträge dazu
- Ein Auslassen der Generalsanierung der linken Rheinstrecke ist indiskutabel
- Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt neues DB-Angebot zur Generalsanierung und fordert dauerhafte Nahverkehrsöffnung im Fernverkehr zwischen Koblenz und Mainz
- DB hängt Mainz ab – ohne Vorwarnung und ohne Rücksichtgemeinsam mit Verkehrsclub Deutschland (VCD) und ÖPNV Verein Rheinhessen
Positionen des Bundesverbands
Positionspapier „Pünktlich durch Baustellen“
Bauarbeiten sollen besser koordiniert werden: Kein Streckenabschnitt soll mehr als vier Wochen im Jahr unterbrochen sein. Umgeleitete Fernzüge sollen Ersatzhalte für ausfallende Regionalzüge bedienen und Nahverkehrsfahrausweise anerkennen.
Mehr erfahren zu „Positionspapier „Pünktlich durch Baustellen““ (öffnet pro-bahn.de in neuem Tab)
Nürnberg–Regensburg: Verzögerung bei Generalsanierung zeigt strukturelles Problem
Anlass ist die verzögerte Wiederinbetriebnahme der Strecke Nürnberg–Regensburg in Bayern, weil die Abnahme der neuen Stellwerkstechnik aussteht. Der Bundesverband verlangt von der DB InfraGO ein nachprüfbares Konzept für die Abnahmen.
Position „Baustellen & Fahrgäste“
Baustellen sollen nach ihrem volkswirtschaftlichen Nutzen geplant werden. Ersatzverkehre brauchen einfache, gleichbleibende Fahrpläne, genug Sitzplätze und eine Lösung für Rollstuhlfahrende; Auskünfte müssen konsistent und rechtzeitig sein.
Mehr erfahren zu „Position „Baustellen & Fahrgäste““ (öffnet pro-bahn.de in neuem Tab)
Zeitpläne einzelner Sanierungen können sich ändern; aktuelle Termine nennen Bahn und Land.